Trotz aller Probleme: Seltene Erden – Startet eine Erholung?

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Es sagt schon einiges über den Zustand der Seltene Erden-Branche, dass das drittgrößte Unternehmen außerhalb Chinas – und Besitzer eines der wichtigsten Projekte für so genannte schwere Seltene Erden – mit weniger als 100 Mio. Dollar bewertet wird.

Dabei handelt es sich um die australische Northern Minerals (WKN A0LBN5), die erst vor Kurzem eine definitive Machbarkeitsstudie zu ihrem Browns-Projekt in Western Australia präsentiert hat. Diese Bewertung spiegelt den Rückgang des Vertrauens der Anleger in den Sektor seit der Blase der Seltene Erden-Preise im Jahr 2011 wieder. Allerdings sieht es so aus, als könnte sich das Blatt langsam wenden. Denn wie es scheint, zieht die Nachfrage nach den gar nicht so seltenen Metallen langsam wieder an, nachdem sie auf Grund der geradezu absurd hohen Preise 2011 und 2012 quasi zum Erliegen kam.

Der Markt ist weiterhin vergleichsweise undurchsichtig, doch gibt es Berichte, dass der Preis einiger schwerer Seltene Erden-Metalle – ohnehin immer am wertvollsten – gestiegen ist. So soll der Terbium-Preis seit November um fast 50% und der Dysprosium-Preis um mehr als 20% gestiegen sein. Auch in Europa hätten die Preise zuletzt zugelegt, hieß es.

Und wie es außerdem scheint, hat China wieder begonnen, Seltene Erden – insbesondere schwere Seltene Erden – auf Halde zu legen. Und trotz der Probleme mit der World Trade Organisation ist Peking offenbar immer noch in der Lage zu regulieren, welche Mengen exportiert werden.

Seit mehr als einem Jahrzehnt versucht der Westen, die fast vollständige Abhängigkeit von China zu reduzieren. Doch Peking dominiert noch immer und viele Player außerhalb der Volksrepublik haben mittlerweile enge Verbindungen zu Partnern von dort aufgebaut. Zwar sind diese Unternehmen in der Lage eigenen Liefervereinbarungen abzuschließen, doch gibt es kaum Zweifel, dass sie innerhalb des Umfelds des chinesischen Seltene Erden-Sektors operieren und China der dominierende Player bleiben will. Selbst der größte Produzent außerhalb Chinas Molycorp (WKN A1C2G7) hat nur eine Marktkapitalisierung von rund 208 Mio. USD und auf dem zweiten Platz liegt die australische Lynas Corp. (WKN 871899) mit gerade einmal 175 Mio. Dollar Börsenbewertung.

Doch trotz aller Probleme und des gesunkenen Interesses am Seltene Erden-Sektor, machen einige Unternehmen wichtige Fortschritte, wozu beispielsweise Greenland Minerals & Energy (WKN A0JM17) gehört. Das Unternehmen steht kurz vor der Vollendung einer Machbarkeitsstudie zu seinem Seltene Erden- und Uranprojekt Kvanefjeld in Grönland.

Gute Fortschritte macht aber auch die kanadische Commerce Resources (WKN A0J2Q3) mit ihrem Eldor-Projekt bzw. der Lagerstätte Ashram. Im Gegensatz zur Konkurrenz arbeitet Commerce an der Produktion eines – einfacher und günstiger herzustellenden – Konzentrats, das dann in anderen Anlagen aufbereitet werden könnte. Commerce hat mittlerweile eine kleine Pilotanlage in Betrieb genommen, und will noch dieses Jahr eine erste Probe herstellen, die dann verwendet werden kann, um die Betreiber externer Separationsanlagen angehen zu können.

Sollten die Seltene Erden-Preise ihre Erholung tatsächlich fortsetzen können, könnte das darauf hindeuten, dass der Sektor ein Niveau tragfähigeres Niveau erreicht hat. Und dann könnte über kurz oder lang auch die Börsenbewertung der Unternehmen des Sektors wieder auf ein anderes Niveau steigen.

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Quelle: http://www.miningscout.de/kolumnen/2015/03/11/trotz-aller-probleme-seltene-erden-startet-eine-erholung/

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