Rio Tinto: Produktionszahlen mit Licht und Schatten

Rio Tinto: Produktionszahlen mit Licht und Schatten

18.04.2012 London/Melbourne – Gestern erst wurde bekannt, dass der britisch-australische Minen-Gigant Rio Tinto voraussichtlich einen Eisenerz-Produktions-Rückgang für das erste Quartal 2012 melden wird. Ganz so schlimm kam es jedoch nicht, obwohl das Zahlenwerk sich dennoch durchwachsen präsentiert.

Zwar erhöhte sich die Eisenerz-Förderung im Vergleich zum ersten Vierteljahr 2011 um immerhin neun Prozent. Insgesamt produzierten die Briten in diesem Zeitraum 45,6 Millionen Tonnen Eisenerz. Allerdings fiel die Förderung im Vergleich zum vierten Quartal vergangenen Jahres um elf Prozent geringer aus. Positiv anzumerken ist jedoch die Output-Steigerung im australischen Pilbara. Denn diese kletterte um zusätzliche fünf Millionen Tonnen Eisenerz auf nunmehr 230 Millionen Tonnen pro Jahr in die Höhe. Vor allem durch den Ausbau des Hafens in Dampier konnte die Gesellschaft dahingehend profitieren. Unternehmensangaben zufolge konnte der Bauxit- sowie Aluminium-Ausstoß im ersten Vierteljahr 2012 im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum um zehn Prozent gesteigert werden. Allerdings mussten die Briten bei der Kupfer-Produktion einen Rücksetzer hinnehmen. Dieser ging um deutliche 18 Prozent zurück.

Im Bereich Eisenerz lässt sich Rio Tinto von der mäßigen Produktionsmenge jedoch nicht irritieren. Denn erfahrungsgemäß hat Australien vor allem im ersten Quartal des Jahres mit schlechten Witterungs-Bedingungen zu kämpfen, welche daher mit Produktions-Einbußen einhergehen. Das zweite Vierteljahr dürfte somit für den Konzern wesentlich zufriedenstellender verlaufen, denn extreme Regenfälle sowie Stürme sind in diesen drei Monaten eher nicht zu erwarten. Das Unternehmen gibt sich daher optimistisch, vor allem da die Gesellschaft nach eigenen Angaben über eine gleichbleibend hohe operative Performance verfügt. Für das Gesamtjahr 2012 erwartet der Konzern eine weltweite Eisenerz-Produktion von 250 Millionen Tonnen. Im vergangenen Jahr betrug der Ausstoß noch 244,6 Millionen Tonnen. Und von diesem Kuchen will sich der Minen-Riese bestimmt ein ordentliches Stück abscheiden.

Zwar muten die Rückgänge bei der Eisenerz- sowie Kupfer-Förderung recht dramatisch an. Allerdings sind diese Produktions-Zahlen in Australien saisonal bedingt. Daher zeigt sich das Unternehmen grundsätzlich zufrieden, da der Konzern im Großen und Ganzen gut aufgestellt ist. Somit könnten Rohstoff-Fans eventuell Gefallen an der Aktie von Rio Tinto finden.
(www.emfis.com)

Dieser Beitrag wurde unter News der Aktiengesellschaften der Seltenen Erden und Metalle abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort