Lynas Corp: Produktion demnächst ausverkauft?

Lynas Corp: Produktion demnächst ausverkauft?

04.05.2012 Sydney – Wer von dem australischen Seltenen-Erden-Produzent Lynas Corp noch Rare Elements erwerben möchte, sollte sich sputen. Denn die Australier suchen derzeit nach weiteren Abnehmern, was dazu führen könnte, dass der gesamte Output auf Jahre hinaus ausverkauft sein könnte.

Bereits im vergangenen Jahr unterzeichnete das Unternehmen eine Abnahme-Vereinbarung für seine Seltenen-Erden-Produkte. Wie bekannt wurde, handelt es sich bei den Vertrags-Partnern um das deutsche Chemie-Unternehmen BASF sowie den japanischen Rohstoff-Händler Sojitz. Presseberichten zufolge soll fast die Hälfte der Produktion über einen Zeitraum von zehn Jahren für den japanischen Markt reserviert sein. Wie weiter mitgeteilt wurde, befindet sich die Gesellschaft jedoch derzeit ebenfalls in Gesprächen mit weiteren potenziellen Abnehmern für ihre Produkte, welche in Australien gefördert und in Malaysia verarbeitet werden sollen. Vor allem Kunden aus den USA, Japan und Europa stehen auf der Wunschliste der Gesellschaft.

Verarbeitungsanlage fast fertig gestellt

Und die Verarbeitungs-Anlage im malaysischen Kuatan soll bereits Ende dieses Jahres in die Produktion gehen, nachdem der Konzern erst im Februar 2012 eine vorerst befristete Genehmigung erhalten hatte. Bereits in den kommenden Monaten soll das erste Material für die erwähnte Anlage kommissioniert werden. Wie bekannt wurde, deckt sich dies mit den Planungen der Gesellschaft. Allerdings kommt es derzeit zu einigen Proteste seitens der ansässigen Bevölkerung. Denn diese befürchten aufgrund der Inbetriebnahme der Verarbeitungs-Anlage mögliche austretende Strahlungen.

Für Lynas Corp ist es sicherlich erfreulich, bereits im Vorfeld diverse Abnehmer für die hergestellten Seltenen-Erden-Produkte gefunden zu haben. Da das Unternehmen jedoch noch auf der Suche nach weiteren Kunden ist, kann nicht völlig ausgeschlossen werden, dass die Produktion demnächst ausverkauft ist. Aufgrund der derzeitigen Proteste könnte sich die Produktion der Rare-Earth-Produkte aber eventuell nach hinten verschieben, da aktuell noch eine diesbezügliche gerichtliche Klage anhängig ist. Daher bleibt abzuwarten, wann die Verarbeitungs-Anlage nun tatsächlich von den Australiern hochgefahren werden kann.
(www.emfis.com)

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